Ein Fest (nicht nur) für Küblis
12.07.2012
Archiv Prättigauer Post

Am kommenden Sonntag, 15. Juli, ist der Übersetzer Hans Raimund im «Museum in Bewegung» zu Gast.
e | Das literarische Burgenland stellt sich vor:: Ein Nachmittag lang werden Informationen über dieses östlichste, kleinste, lange Zeit ärmste Bundesland Österreichs geboten; über die Geschichte und die geographische Lage dieser Region (kurz und knapp), ausführlicher und in beispielhaften Lesungen) über das Literaturleben heute (Verlage usw.) und vor allem die zeitgenössische Literatur (Lyrik, Roman). Darunter wird die im Dialekt geschriebene «Heanzn»-Dichtung, vorgestellt und es erfolgen Informationen über die Literatur der Roma-Minderheit, über die Literatur der seit Kaiserin Maria Theresia im Burgenland ansässigen Kroaten und vieles mehr.
Zur Intensivierung der festlichen Atmosphäre soll die diskret im Hintergrund präsente Musik der Region (von Tonträgern) beitragen, durch Beispiele der kroatischen Tamburizzamusik und die Musik der Roma, vor allem aber die Verkostung ausgewählter Weine von Winzern aus dem sogenannten Blaufränkischland, aus Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt.
Hianzisch
Das ist ein Dialekt, der in weiten Teilen des österreichischen Burgenlandes gesprochen wird und zu den mittelbayrischen Dialekten zählt. Es zählt zu den UI-Mundarten, denn das markanteste Merkmal des Hianzischen ist der Ui-Laut, etwa: «Di Muida und da Bui tuin gmui fuida fia d Kui in dei Tuife trui»
Der Schriftsteller und Übersetzer Hans Raimund wurde in Petzelsdorf bei Purgstall an der Erlauf geboren. Er wuchs in Wien auf, wo er später auch – nach dem Studium von Musik, Germanistik und Anglistik – als Gymnasiallehrer arbeitete (1972–1984). Seit 1984 lebt Raimund als freier Schriftsteller und Übersetzer (Prosa und Lyrik aus dem Italienschen, Englischen und Französischen), bis 1997 in Duino bei Triest (an jenem Ort, an dem Rainer Maria Rilke den ersten Teil seiner Duineser Elegien schrieb), danach in Hochstrass bei Lockenhaus im Burgenland.
14 Räume für die Kunst
Seit einem Jahr wird am letzten Teilstück der Umfahrung des Prättigau gearbeitet. Seit Jahren Jahren gibt es im Tal das wohl ungewöhnlichste Museum der Schweiz, das «Museum in Bewegung». Hier liegen die Ausstellungsräume über das ganze Tal verstreut. Die 14 Ortschaften zusammen, definiert durch die Gemeindegrenzen, bilden die 14 Räume für die Kunst, ein Tanz im Licht durch ein Tal mit seinen 14 Gemeinden, dem Prättigau, ein Spielplatz für unterschiedlichste künstlerische Positionen.
Hasena, das Institutes für (den) fliessenden kunstverkehr, wurde von Peter Trachsel ins Leben gerufen. So ist über die Jahre eine Kontinuität von und eine Forschung nach Anfängen entstanden. Im Idealfall werden alle im positiven Sinne zu Anfängern, zu Beginners, offen, ob daraus Ender werden. Struktur bildend ist die ZeitbemessungDie Teilnehmer, die er Teilgeber nennt, liefern periodisch Botschaften ab. Sie werden gesammelt und rückverteilt, damit die Teilgeber voneinander Kenntnis nehmen. Das Öffentlichmachen am Schluss oder während des ganzen Prozesses, ist Bestandteil des Ganzen.
Küblis, Dorfplatz, von 11 bis 16 Uhr, bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung in der Mehrzweckhalle (Werkhof) statt.
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