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Andreas Frei
«Die Vorprüfung beim kantonalen Amt für Raumplanung läuft», versichert der Davoser Landammann Hans Peter Michel. Innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate soll dieses Verfahren aber abgeschlossen sein. Danach soll es mit der Gewerbezone im Laret vorwärtsgehen. «Wir sind in dieser Angelegenheit etwas vom Kanton abhängig. Ich bin aber der Meinung, dass wir die Sache bis Ende Jahr durchziehen können», zeigt sich der Landammann zuversichtlich. Gegenwärtig würden bereits Vereinbarungen mit den betroffenen Grundeigentümern getroffen.
Schon 2010 hatte Michel angekündigt, in Sachen Gewerbezone Laret nun vorwärts- machen zu wollen. An der letztjährigen Generalversammlung der Molkereigenossenschaft hatte er angetönt, dass 2011 zum Jahr der Entscheidung werde. Entweder werde die Gewerbezone dann bewilligt oder nie.
Molkerei hat Interesse
Die Molkerei Davos wird seit einiger Zeit als Interessentin für einen neuen Standort im Laret gehandelt. Molkerei-
Geschäftsführer Martin Flüeler hat im vergangenen Jahr erklärt, er sehe am heutigen Standort des Betriebes keine Zukunft für die Molkerei. Carlo Wasescha bestätigte letzte Woche auf Anfrage, dass der Standort Laret für die Molkerei auch weiterhin eine Option sei. Allerdings dränge die Zeit langsam. Sicherheitshalber habe man darum eine Alternative ausgearbeitet. Einen definitiven Entscheid gebe es aber noch nicht. Er rechne damit, dass im Sommer ein solcher falle.
Kindschi auf der Suche
Neben der Molkerei ist auch die Destillerie Kindschi auf der Suche nach einem neuen Produktionsstandort. Der Betrieb wurde auch schon verschiedentlich als Interessent für die Gewerbezone Laret genannt. Wie die Molkerei so hat auch die Kindschi Söhne AG eine Alternative vorbereitet – die Firma hat in Schiers schon vor einiger Zeit Gewerbeland gekauft. «Dies im Hinblick auf eine Zukunftssicherung unserer Produktion, wobei wir immer transparent kommunizierten, dass für uns ein Verbleib in der Landschaft Davos höchste Priorität hat», betonte Nando Kindschi auf Anfrage. «Es ist eine Tatsache, dass es einen Stichtag gibt, auf den hin wir uns entscheiden müssen.» Wann genau der Entscheid ansteht, verriet Kindschi nicht. «Es ist aber so, dass er näherrückt», meinte er. Aussagen, wonach die Destillerie Davos ohnehin verlassen wolle, bestritt Kindschi vehement. «Das stimmt überhaupt nicht. Wir bleiben sicher nicht über 140 Jahre an einem Ort, wenn es uns dort nicht gefällt. Kommt noch dazu, dass die Gastrounternehmen in Davos und Klosters für uns überaus wichtige Handelspartner sind und bleiben werden. Es ist einfach eine Tatsache, dass wir den derzeitigen Produktionsstandort in absehbarer Zeit aus verschiedenen Gründen aufgeben müssen, wir seit vier Jahren vergeblich Platz in einer reinen Gewerbe-/Industriezone suchen und uns nun die Zeit davonläuft», sagte er. Bei aller Sympathie zu Davos und der Bedeutung der hiesigen Kundschaft könne ein Produktionsstandort in Schiers durchaus seine Vorteile haben. «90 Prozent unserer Produktion verlassen Graubünden in Richtung Unterland. Da kann man sich leicht vorstellen, dass ein Standort näher an einem Verkehrsknoten wie Landquart vorteilhaft sein könnte.»
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