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Gemeinderechnung 2011 besser ab als budgetiert

03.05.2012 Archiv Klosterser Zeitung

Gemeinderechnung 2011 besser ab als budgetiert

Aus dem erwarteten Rückschlag von 3,6 Mio. Franken ist ein Vorschlag von fast 200 000 Franken geworden.

Nach wie vor ist es die intensive Bau­tätigkeit am Ort, die zu einer ausgeglichen Jahresrechnung der Gemeinde Klosters-Serneus führt. Aus dem erwarteten Rückschlag von 3,6 Mio. Franken ist ein Vorschlag von fast 200 000 Franken geworden. Während die ordentlichen Steuereingänge mehrheitlich tiefer ausfielen als in den Vorjahren, sorgten insbesondere die Grundstück­gewinnsteuer und die Handänderungssteuer für das gute Rechnungsresultat.

 

Johannes Haltiner

 

Anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 10. Mai wird der Rat über eine Bau- und Kreditvorlage für die Erneuerung der künstlichen Lawinenauslösung im Tal, über die Volksinitiative «Christlisch bleibt grün» sowie über die Jahresrechnung 2011 samt Bericht Entscheide treffen. Für die Initiative «Christlisch bleibt grün» liegt dem Rat der Bericht der gemeinderätlichen Vorberatungskommission sowie der Botschaftsentwurf für die Volksabstimmung vor. Darüber werden wir später ausführlich berichten.


Für heute wenden wir uns der Jahresrechnung 2011 zu, die doch einige bemerkenswerte Aspekte aufweist. So ist der Gesamtaufwand in der Laufenden Rechnung zwar leicht höher als budgetiert, aber tiefer als 2010 ausgefallen (2011: 35 447 492, 2010: 37 312 506 Franken). Der Gesamtertrag resultierte mit 35 644 871 Franken aber ebenfalls tiefer als im Vorjahr, wo noch 37 332 964 Franken zu verbuchen waren. Bei einem Nettoertrag von 194 379 Franken kann von einer ausgeglichenen Rechnung gesprochen werden. Die Unterschiede liegen zum Budget liegen in den Einnahmen bei den Spezialsteuern. Aus der Grundstücksgewinnsteuer resultierten 2,355 Mio. Franken (Budget 1,1 Mio. Franken, Vorjahr 905 468 Franken), aus den Handänderungssteuern 2,431 Mio. Franken (Budget 2 Mio., Vorjahr 3,568 Mio.), aus der Liegenschaftssteuer 1,2 Mio. (Budget 960 000, Vorjahr 954 309 Franken). Die ordentlichen Einnahmen aus Einkommens- und Vermögenssteuer betrugen im Berichtsjahr 9,372 Mio. Franken (Budget 9,3 Mio., Vorjahr 11,769 Mio. Franken). Der Bodenerwerbsfonds konnte dank einer Einlage von 1,5 Mio. Franken wieder auf den Höchststand von 5 Mio. Franken geäuffnet werden.


Es sind aber nicht nur die Mehreinnahmen, die zu einem positven Abschluss geführt haben, es konnten auch Einsparungen z.B. im Bereich der Schulen erzielt werden. Zusätzliche Einnahmen kommen laut Bericht aus der Kiesgewinnung im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzprojekt.

 

Die Spezialfinanzierungen wie Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Abfallbeseitigung werden durch die dafür eingezogenen Beiträge der Benützer berappt. Dafür bestehen entsprechende Verpflichtungskonti, die die jährlichen Schwankungen bei Kosten und Ertrag ausgeglichen werden. Bei der Wasserversorgung mussten rund 500 000 Franken, bei der Abwasserreinigung 84 000 Franken durch das Verpflichtungskonto gedeckt werden, während die Abfallbeseitigung eine Einlage von rund einer halben Million Franken in das entsprechende Konto gestattet.
Ein Blick auf die Investitionsrechnung zeigt im Berichtsjahr rund 11 Mio. Franken Nettoinvestitionen an.

 

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