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10 Mio. für die Erneuerung von Waldwegen

15.03.2012 Klosters

10 Mio. für die Erneuerung von Waldwegen

Für die Instandstellung von Waldwegen wendet der Kanton 10’653’000 Franken auf.

h | Die Regierung hat ein Sammelprojekt «Instandstellung Erschliessungen 2012» des Amtes für Wald und Naturgefahren im Auftrag verschiedener Gemeinden genehmigt.

 

Das Ziel besteht darin, bestehende forstliche Erschliessungsanlagen zu erhalten und die Befahrbarkeit dieser Anlagen zu verbessern. Das Sammelprojekt beinhaltet 95 Instandstellungsobjekte. Ausdrücklich nicht Bestandteil des Projekts sind Aus- und Neubauten von Waldstrassen oder Maschinenwegen sowie der laufende Unterhalt dieser Weganlagen.

 

Aus unserer Gegend wurden zudem folgende Eingaben gutgeheissen:

 

Region Prättigau:
Der vom Regionalverband Pro Prättigau am 16. November 2010 beschlossene regionale Richtplan Langsamverkehr wird mit Vorbehalten genehmigt.

 

Klosters-Serneus:
Das im Auftrag der Gemeinde Klosters-Serneus vom Amt für Wald und Naturgefahren eingereichte Projekt «Erschliessung Gruobenwald» wird genehmigt. An die Kosten wird ein Kantonsbeitrag von höchstens 374’000 Franken gewährt.
 
Soweit die Beschlüsse der Bündner Regierung. Zum gestrigen Tag des Waldes hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zudem folgende Erklärung veröffentlicht:

 

Zunehmender Holzvorrat, weniger abgestorbene Bäume
Auch der seit 30 Jahren zunehmende Holzvorrat in den Wäldern hat in den fünf vergangenen Jahren insgesamt wieder zugelegt, und zwar um 6 m3 pro Hektare auf 357 m3 pro Hektare. Das entspricht einer Zunahme des Holzvolumens der lebenden Bäume um rund 2 Prozent. Regional können die Abweichungen aber beträchtlich sein: So hat im Mittelland der Vorrat beim Nadelholz markant abgenommen, und zwar um etwa 8Prozent, hauptsächlich bei Fichte und Föhre.

 

Im Vergleich zur Vorperiode ist der Vorrat insgesamt etwas stärker angestiegen. Die Gründe: Es wurde weniger Holz als zuvor genutzt und es starben weniger Bäume ab. In der Vorperiode waren aussergewöhnlich viele Bäume abgestorben und zwar aufgrund des Orkans Lothar, des Hitzesommers 2003 und der Schäden durch Schadorganismen wie Borkenkäfer. Seitdem gab es keine derartigen Extremereignisse.

 

Mehr Holznutzung möglich

Die jährliche Nutzung und die Mortalität haben auf dem untersuchten Stichproben­netz gesamthaft von 7.7 auf 7.2 m3 pro Hektare abgenommen. Dem gegenüber steht ein jährlicher Zuwachs von 8.6 m3/ha. Die Bilanz zeigt, dass in den letzten fünf Jahren 84 Prozent der nachhaltig nutzbaren Holzmenge geerntet wurden oder abgestorben und im Wald liegen geblieben sind. In der Vorperiode waren es um die 90 Prozent.


Der Bundesrat will gemäss der im letzten Herbst verabschiedeten «Waldpolitik 2020» erreichen, dass das Holznutzungspotenzial künftig ausgeschöpft wird. Dazu müsste die heutige Nutzung um rund einen Sechstel erhöht werden. Das müsste vor allem in den Gebirgs- und Privatwäldern geschehen, wo das Potenzial am grössten ist. Der Bund prüft dabei unter anderem, ob der Zugang zu den Holzressourcen verstärkt durch öffentliche Mittel unterstützt werden soll.

Die Holznutzung hat bei uns durch den Ausfall der Grosssägerei in Domat/Ems einen Rückschlag erlitten.

 

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