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Davos ist im Vormarsch

15.10.2012 Archiv Davoser Zeitung

Davos ist im Vormarsch

Im kürzlich erschienenen Gault-Millau-Restaurantführer ist Davos neu mit vier Restaurants vertreten.

Die einen sind arriviert, die anderen erstmals dabei. Und in absehbarer Zeit dürfte sogar ein fünftes Lokal dazukommen.

 

Pascal Spalinger


Das im «Morosani Posthotel» beheimatete «Pöstli» hat seine 15 Gault-Millau-Punkte halten können. Ebenfalls auf 15 Punkte bringt es das Restaurant «Mann und Co.» im «Waldhotel Davos». Damit hat Koch Thorsten Bode sein erstes Ziel, das er – wie in einem Interview mit der «Davoser Zeitung» zu Jahresbeginn gesagt – in Davos gesteckt hat, souverän erreicht. Auf 12 Punkte bringt es neu das Restaurant «Weissfluhgipfel». Damit wird an alte Traditionen angeschlossen, denn das Restaurant war bereits früher im Gault-Millau verzeichnet.


Freude im «Grischa»
Neu im Gault-Millau vertreten ist das im Hotel «Grischa» domizilierte Restaurant «Leonto», das auf Anhieb 14 Punkte erhalten hat. Das Restaurantkonzept sei zwar so ausgelegt, neben gutbürgerlichen Lokalen auch eines für Gourmets anzubieten, dass es jedoch mit dem Erreichen von Punkten praktisch gleich auf Anhieb geklappt hat, sei äusserst erfreulich, stellt Küchendirektor Kurt Jaussi auf Anfrage fest. «Die Punkte sind ein ‹Lohn› für die konstant guten Leistungen während der letzten Monate der Küche und auch dem Service. Diese Resonanz bekamen wir in der Zeit immer wieder von den meisten Gästen, die das ‹Leonto› besucht hatten. Doch ist es für uns natürlich nicht selbstverständlich, die 14 Punkte zu erhalten. Wir sind wirklich sehr happy. Der Einstieg mit dem Gourmetrestaurant ist somit gelungen», zeigt sich Hoteldirektor Cyrill Ackermann begeistert. Einfach so kommt man allerdings nicht zu den begehrten Punkten. Denn das Kandidaten-Restaurant wird von den Gault-Millau-Testern unangemeldet und inkognito geprüft. Also muss man sich permanent Mühe geben und kann sich nicht auf die Stunde X vorbereiten. «Wir hatten im letzten Winter mit Alexander Glynos einen sehr versierten Fachmann, der über ein grosses Fachwissen verfügt und der übrigens ab diesem Winter neu als Maître d’hôtel für die gesamte Restauration eingesetzt wird. Zudem wurde auf dezente Dekoration auf den Tischen geachtet sowie auf täglich frische Blumen. Stehkerzen, ein grosses Edelweissbild und einiges mehr runden das positive Bild ab», erklärt Ackermann.
Die Gault-Millau-Punkte seien für das Hotel «Grischa» sehr wichtig, da man diese nun in die Marketingstrategie einbauen könne. Für weitere «Grischa»-Restaurants Punkte erhalten zu wollen, mache dagegen aus Konzeptgründen wenig Sinn. «Man kann nicht wie im ‹Pulsa› günstige Mittagsmenüs verkaufen und denken, dass man damit Punkte erreichen kann», erklärt Kurt Jaussi. Auch die Punktezahl zu erhöhen, sei in den nächsten Jahren nicht das primäre Ziel, sagt Cyrill Ackermann. «Roger Ebnöther und sein Team pflegen eine Gourmetküche mit einheimischen Produkten, die in familiärer Atmosphäre serviert werden. Vor allem möchten wir, dass jeder Gast einige schöne Stunden bei uns verbringt und zudem ein rundum erfolgreiches kulinarisches Erlebnis geniessen darf.»

 

«Amrein’s Seehofstübli»
In absehbarer Zeit dürfte man auch im Hotel «Seehof» Gault-Millau-Punkte erhalten. Starkoch Armin Amrein wechselt vom «Walserhof» Klosters nach Davos. Auf den Genuss von Amreins Kochkünsten müssen seine bisherigen Stammkunden in dem Fall nicht verzichten. Der Gourmetkoch, der für den «Walserhof» 17 Gault-Millau-Punkte und einen Michelin-Stern erhalten hat, wird ab der nächsten Wintersaison im Viersternhotel «Seehof» die Kochkelle schwingen. Eines der drei Restaurants, das «Seehof-Stübli», wird für den neuen Küchenchef extra umgebaut und heisst fortan «Amrein’s Seehofstübli». Es ist damit zu rechnen, dass der Starkoch auch in Davos bald mit Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet wird.

 

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