Wildruhezonen werden ignoriert
23.02.2012
Archiv Klosterser Zeitung

Die Wildruhezonen in Klosters werden von vielen Wintersportlern ignoriert – zumeist Einheimischen.
c | «Es sind nicht einmal unbedingt unsere Gäste, welche die Zonen ignorieren, sondern vor allem Einheimische, darunter auch viele Jäger, die es besser wissen müssten», ärgert sich Wildhüter Andrea Weber über diesen Zustand.
Gerade in diesem Winter, der für das Wild ohnehin überaus streng ist, sind die Tiere darauf angewiesen, ungestört zu sein. Zumal es für das Wild, inmitten der akustischen Belästigung sowieso immer schwieriger wird, die geeignete Ruhe zu finden. Die Tiere müssen mit ihren Kräften vorsichtig haushalten; werden sie oft unnötig aufgescheucht, kann das zur völligen Erschöpfung führen und damit zum Tod.
Auch für die Notfütterung, welche momentan im Gange ist, hätten sich auffallend wenig Jäger eingesetzt, geschweige den interessiert, erklärt Andrea Weber. Es scheint die gängige Praxis zu sein, dass sich Hege und Pflege nur eine kleine Anzahl der Jäger auf die Fahne geschrieben hat.
Auf der Homepage der Gemeinde Klosters-Serneus lässt sich ein Merkblatt mit den Wildruhezonen herunterladen.
www.klosters-serneus.ch/de
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