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Aus diesem Grund ist eine neuartige Hochdrucklöschanlage projektiert. Nächstes Jahr soll sie erstellt werden.
Andreas Frei
Laut «Davoser Zeitung» vom 13. November 2007 war sie auf einen Kaminbrand zurückzuführen, die Feuersbrunst, die in der Nacht vom 10. auf den 11. November 2007 14 der rund 40 Gebäude auf der Wiesner Alp dem Erdboden gleichmachte. In verschiedenen Presseberichten über den Brand war denn auch von «kleiner Ursache» und «grosser Wirkung» die Rede. Schliesslich muss ein Kaminbrand bei rechtzeitigem Eingreifen nicht in einer Katastrophe enden. Auf der Wiesner Alp fehlte seinerzeit aber eine Löschwasserversorgung, dies machte die Arbeit der Feuerwehr, die sich erst durch den Tiefschnee auf über 1900 Meter hochkämpfen musste, nicht einfacher.
Sicherheit erhöhen
Nachdem der Wiederaufbau der Gebäude auf der Wiesner Alp im Sommer bewilligt wurde, wollen die Verantwortlichen sicherstellen, dass sich eine ähnliche Brandkatastrophe nicht wiederholen kann – dies erwartet auch der Kanton. Denn eine Löschwasserversorgung fehlt auf der Alp noch immer. Nächstes Jahr soll dieses Manko nun ein für allemal behoben werden. Schon früher wurde verfügt, dass beim Wiederaufbau in einigen Fällen die Gebäudeabstände vergrössert werden. Ferner soll auf der Wiesner Alp eine moderne Hochdrucklöschanlage erstellt werden – die erste ihrer Art im Kanton Graubünden. Laut Jürg Mani von der Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) sind ähnliche Anlagen im Kanton zwar schon in Betrieb, allerdings nur mobil, sprich in Feuerwehrfahrzeugen eingebaut. Auf der Alp soll das Löschgerät aber ortsfest eingebaut werden. Wie Gemeindeingenieur Kurt Eberle sagt, ist dafür der Bau eines Gebäudes von 3,5 mal 3,5 Metern und einer Höhe von 3,3 Metern vorgesehen. Im Innern werden zwei Wassertanks mit je 1500 Litern Löschwasser platziert. Ferner wird darin die Hochdruckpumpe untergebracht. Sie fördert zwar «nur» 25 Liter pro Minute, baut aber einen Druck von 250 bar auf. Unter solch hohem Druck wird das Löschwasser feinst vernebelt. Dadurch vervielfacht sich die Löschwirkung, indem einerseits der Kühleffekt vergrössert und andererseits die Sauerstoffzufuhr zum Feuer behindert wird. «Wir gehen von einer Verzehnfachung der Wirkung aus – 3000 Liter Wasser unter Hochdruck haben demnach die gleiche Löschwirkung wie 30000 Liter aus einem normalen Feuerwehrschlauch», sagt Mani.
Effizienter und billiger
Dazu komme die Tatsache, dass die Kosten für eine Hochdrucklöschanlage wesentlich tiefer seien als für eine konventionelle Anlage mit Reservoir, Leitungen und Hydranten, betont Eberle. Total dürfte die neue Anlage für die Wiesner Alp mit etwa 125000 Franken zu Buche schlagen. 30 Prozent davon übernimmt nach Angaben der Gemeinde die GVG, 25000 Franken seien in Form von Spenden vorhanden, und den Rest hätten die 42 Gebäudebesitzer zu berappen. Pro Gebäude sei mit einem Beitrag von etwa 1500 Franken zu rechnen.
Wie Eberle sagt, werde darauf geachtet, dass die Löschanlage, die auch von entsprechend instruierten Laien bedient werden kann, wintersicher sei. «Die Befüllung der Tanks erfolgt ab den bestehenden Brunnen. Für die Überwinterung werden die Pumpe, die Tanks und sämtliche Leitungen mit Frostschutzmittel versehen. So ist die Löschbereitschaft über das ganze Jahr gesichert.»
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