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Die Guyan + Co. AG möchte auf der Parzelle zwischen Promenade 74 und Sportweg 1 ein Wohn- und Geschäftshaus erstellen. Einsprachen haben das Bauprojekt «Centralhof» jedoch vorerst zum Stoppen gebracht.
Pascal Spalinger
Laut Baubeschrieb ist ein Teilabbruch des heutigen Gebäudes an der Promenade 74 vorgesehen. Danach soll ein insgesamt achtgeschossiges Gebäude entstehen, das Büroflächen im Erdgeschoss sowie insgesamt 21 Erst- und Zweitwohnungen in den drei oberen Stockwerken beherbergt. Es handelt sich dabei um sechs 21⁄2-Zimmer-Wohnungen à 55 Quadratmeter Fläche, neun 31⁄2-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche zwischen 107 und 115 Quadratmetern sowie sechs 41⁄2-Zimmer-Wohnungen zwischen 135 und 168 Quadratmetern Fläche. Das obers-te Stockwerk ist als Attikageschoss gedacht. In den drei unterirdischen Geschossen soll eine Tiefgarage mit insgesamt 56 Parkplätzen entstehen. Mit den 11 geplanten Aussenparkplätzen ergibt dies 67 Parkeinheiten. Das ganze Bauprojekt wird laut Baugesuch gegen elf Millionen Franken kosten.
Zwei Einsprachen
Bis am 28. Juni bestand die Gelegenheit, die Pläne beim Davoser Bauamt einzusehen. Offenbar wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, denn es gingen zwei Beschwerden ein, wie der Kleine Landrat Reto Dürst auf Anfrage bestätigt. Die eine Einsprache betrifft offenbar unter anderem die Höhe des geplanten Gebäudes, den Grenzabstand sowie die Verkehrsführung. Diese Einsprache könne der Kleine Landrat problemlos selber behandeln, erklärt Reto Dürst. Schwieriger scheint der Sachverhalt bei der zweiten Beschwerde zu liegen. Denn dort wurde Einspruch gegen die geplanten Ein- und Ausfahrten aus den Tiefgaragen erhoben. Der Haken bei der Sache: Die insgesamt drei Ausfahrten münden in den Sportweg, eine Privatstrasse. Ein Teil davon ist im Besitz der Guyan + Co. AG, der Rest gehört weiteren Anliegern. Die Parteien werden sich also auf privatrechtlicher Basis einigen müssen. Hier könne die Baukommission respektive der Kleine Landrat nicht viel unternehmen, stellt Dürst fest.
Juristenfutter
Die Einsprachen liegen derzeit bei den Rechtsvertretern der Guyan + Co. AG, wie Verwaltungsrat Jacques Soguel auf Anfrage bestätigt. Man werde nun den Sachverhalt prüfen und danach entscheiden, wie es weitergehen soll. Welche Auswirkungen die Einsprachen auf den Baubeginn und das Projekt haben, steht derzeit noch in den Sternen. Eines ist jedoch sicher: Der geplante Bau der Erst- und Zweitwohnungen wird sich verzögern. Wie lange, hängt davon ab, wie lange die Rechtsvertreter brauchen, um eine für alle annehmbare Lösung zu finden.
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