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Schon längere Zeit stand der Davoser Jugendtreff ohne Leitung da. Mit der kürzlichen Wahl von Udo Schulz ist dieses Problem aus der Welt geschaffen worden. Der neue Leiter des Jugendtreffs übernimmt gleichzeitig auch die Koordination des Jugendkulturzentrums.
Kristina Ivancic
Im Zentrum sind verschiedene Organisationen untergebracht, unter anderem die Pfadfinder. Zudem wird am Mittwoch Kochunterricht angeboten, und der beste Bestandteil des Ganzen, der Jugendtreff. Die Wahl des neuen Leiters wollte man schon vor einiger Zeit vornehmen, jedoch erschienen zu wenige Leute, weswegen das Prozedere verschoben werden musste. Während der «leiterlosen» Zeit übernahm Anna Perisini die Verantwortung. Zwar konnte nicht mehr das ganze Programm weitergeführt werden, jedoch dessen wichtigste Bestandteile. Am 1. August 2010 wird der Jugendtreff neu eröffnet, aber genau gleich weitergeführt wie bisher in der Milch-Arena. Der neue Jugendtreff ist jetzt in Davos Dorf, wo einige Umbauten vorgenommen wurden: Unter anderem gibt es eine neue Einrichtung. Dadurch wurde für alle Aktivitäten mehr Platz geschaffen. Aufgabe von Udo Schulz wird sein, das Ganze zu koordinieren.
Grosse Begeisterung
Roland Clemenz, Leiter des Sozialdienstes Davos, ist vom neuen Leiter des Jugendtreffs begeistert. «Ich bin zuversichtlich, dass Udo Schulz die Aufgabe mit Bravour meistern wird.» Clemenz erläutert, dass die Wahl ziemlich schnell getroffen wurde und dass der Neue bestimmt der Richtige für diese Aufgabe sei. Schulz sei fachlich qualifiziert und habe als Schulsozialarbeiter bereits Kontakt zu den Jugendlichen von Davos. Sandra Steitz, ebenfalls Schulsozialarbeiterin, wird Udo Schulz zur Seite stehen. Clemenz überlässt Schulz und Steitz die Planung sowie die Verwirklichung neuer Ideen, aber auch die Weiterführung des bisherigen Programms: «Ich werde ihnen nicht vorschreiben, wie das geht und was sie zu tun haben.»
Grosse Herausforderung
Udo Schulz bewarb sich um die Stelle des Jugendtreffleiters, da der Landrat beschlossen hatte, die Stellen der Schulsozialarbeiter um 30 Prozent zu kürzen. Er findet aber, dass die neue Stelle eine sehr gute Alternative sei: «Ich kann auch weiterhin mit Jugendlichen arbeiten und in meinem Berufsfeld tätig bleiben.» Schulz betrachtet diese Arbeit als grosse Herausforderung, welcher er sich mit Freude stellen werde. Er möchte auch weiterhin Projektarbeiten mit den Jugendlichen durchführen. Dabei ist ihm äusserst wichtig, die Jugendlichen zu motivieren, ihre eigenen Projekte zu planen und umzusetzen. «Ich möchte ihnen nicht nur fertige Projekte anbieten, sondern sie auch selbst effektiv mitwirken lassen und mit ihnen gemeinsam etwas auf die Beine stellen.» Damit die Jugendlichen auch in Zukunft Interesse an solchen Treffen zeigen, wird Schulz in unterschiedlicher Weise für diese werben. Unter anderem wird er Schulen und einzelne Klassen besuchen, um den Schülern den Jugendtreff vorzustellen und ihnen diesen näherzubringen. «Danach liegt es an ihnen, welche Projekte sie gerne angehen würden.» Die bisherigen Projekte, die vom Jugendtreff organisiert wurden, sind erfolgreich verlaufen. Dank der neuen Leitung wird dies auch weiterhin so sein.
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