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pt | Die Sicherung und Verbesserung der Qualität des touristischen Angebots im Prättigau war dabei ein wichtiges Thema. Zudem wurde über neue Sommer-Angebote für das Rätikon-Gebiet informiert, die grenzüberschreitend mit der Nachbarregion Montafon erarbeitet werden.
Am jährlichen Informationsanlass der Prättigau Tourismus GmbH (PT) werden Anbieter, Gemeinde-Verantwortliche und weitere Interessenten jeweils über den Geschäftsgang und die Pläne für die kommenden Monate informiert, dazu werden aktuelle Themen vorgestellt. Hier wurde am gut besuchten Anlass am Mittwochabend in der Rehabilitations-Klinik in Seewis buchstäblich auf Qualität gesetzt: die neue PT-Mitarbeiterin Nadine Schneider erläuterte die Bedeutung und Funktion der verschiedenen Qualitätskennzeichnungen im Tourismus. Am bekanntesten sind sicherlich die Sterne in der Hotellerie, dazu gibt es auch Labels zum Beispiel für Ferienwohnungen oder Berggasthäuser.
Grosser Nachholbedarf im Prättigau
Für Gäste auf der Suche nach Angeboten sind diese Labels eine wertvolle Orientierungshilfe und ein immer wichtigerer Grund für eine Buchung. Klassifizierte Ferienwohnungen erfüllen verlässlich einen gewissen Standard, dasselbe gilt für Gasthäuser oder auch für Ferien auf dem Bauernhof. Im von Prättigau Tourismus betreuten Gebiet zwischen Seewis und Saas sind solche Klassifizierungen allerdings nur vereinzelt anzutreffen; hier besteht gegenüber der Konkurrenz im In- und Ausland ein grosser Nachholbedarf. Dem Thema Qualität soll künftig in sämtlichen Bereichen generell vermehrt Beachtung geschenkt werden. Ziel ist die Durchgängigkeit der Qualität zu verbessern, dies vor allem in den Bereichen der Produkte- und Servicequalität. Mit verschiedenen Massnahmen und der pragmatischen Anwendung von erprobten, guten Konzepten wird man fortan am Ausbau der Qualitätskette arbeiten.
GPS-Schmuggelerlebnis im Rätikon
Vorgestellt wurden am Informationsanlass in Seewis auch neue Wandererlebnisse für den Rätikon. Diese wurden vom Regionalverband Pro Prättigau im Rahmen eines Interreg-Projekts mit der Nachbarregion Montafon im Vorarlberg erarbeitet. Dabei wird laut Georg Fromm, Geschäftsführer Pro Prättigau, für das Aushängeschild eine ganz besondere Tradition dieser Region aufgegriffen: der Schmuggel von Waren, der hier noch vor wenigen Jahrzehnten nicht wenigen Bewohnerinnen und Bewohnern der Bergregion auf beiden Seiten der Grenze zu einem guten Einkommen verholfen hat.
Auf einer spannenden, zweitägigen Schmuggel-Rundtour im Gebiet Madrisa–Gargellen werden nun ab kommendem Sommer die Gäste als Hobbyschmuggler gefordert. Entlang der Wanderwege sind selbstständig insgesamt neun Kaffeelöcher zu finden, das heisst Depots, die den Schmugglern als Verstecke für ihre Waren dienten. Gesucht wird zeitgemäss mit einem GPS-Gerät (Geocaching); die Kaffeelöcher enthalten Schmugglerware sowie Wissenswertes über die Gründe, warum und wohin welche Waren transportiert wurden.
Rätikon Highlights
Zusätzlich zur Schmuggler-Tour wurden unter dem Arbeitstitel „Rätikon Highlights“ fünf landschaftlich grossartige Rundtouren um die markanten Berge an der schweizerisch-österreichischen Grenze ausgearbeitet: Schesaplana, Kirchlispitzen, Drusenfluh – Drei Türme, Sulzfluh und Schijenflue. Auf diesen Touren können Gäste und Einheimische den Rätikon in all seinen landschaftlichen Qualitäten erleben und gleichzeitig viel Wissenswertes über verschiedene Themen erfahren. Wer diese grossen Rundtouren zu anspruchsvoll findet, erhält Vorschläge für leichtere Routen auf bekannte Aussichtsgipfel wie den Vilan oder das Chrüz im Prättigau oder den Golmer Grat im Montafon.