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c | Es war zwar fast unmöglich, alle Veranstaltungsorte zu besuchen. Gerne hätte man sich etwa von Ruedi Nicca in der Mühle noch mehr «Krabat» vorlesen lassen oder Hitsch Mathis farbenfrohen Sagenerzählungen in der Bibliothek lauschen mögen. Wer vieles bringt, wird vielen etwas bringen, dieses Sprichwort fasst die Kultournacht zusammen.
Bis spätabends wurden Galerien, Museen, Künstlerinnen und Künstler, Musikanten und Sänger belagert, beäugt und beklatscht, dazu wurde eifrig diskutiert und gelacht. Mancher Veranstalter hätte auch noch gerne Joseph Stenz rasante Feuershow verfolgt, doch an ein Besuch war nicht zu denken, dermassen interessiert zeigte sich das Publikum.
Damit sich auch an der nächsten Kultournacht wieder ein interssantes Programm auf die Beine stellen lässt, lassen sich die Kulturschaffenden Zeit: eine Neuauflage wird es erst im übernächsten Jahr geben.
«Im Herbst 2010 inserierten das Nutlihüschi, die Bibliothek und die Kulturgesellschaft in der Klosterser Zeitung und riefen lokale Kulturschaffende und Vereine auf, sich zu melden um eine erste Klosterser Kulturnacht durchzuführen. Es meldete sich niemand und so gingen wir daran, die betreffenden Personen und Vereine persönlich anzugehen. Und siehe da, plötzlich war das Interesse da und immer mehr wollten mitmachen. So wurde aus der Kulturnacht die Kultour, die durch das ganze Dorf bis nach Monbiel führte. Nicht weniger als 15 Beteiligte machten mit: die Jodler, die Alphorners Davos Klosters, die Jugendband, der Kulturschuppen, alle Galerien, das Nutlihüschi, die Rohrmühle, die Wärchstubä, die Präkuscha (Prättigauer Kulturschaffende) und Bartli Valär.
Und alle halfen mit beim Organisieren. Es war eine tolles Zusammenarbeiten, für welches ich allen danke. Stellvertretend möchte ich zwei erwähnen: Peppi Davatz, der unsere Drucksachen und unser Programm gestaltete und Barbara Guyan, die für unseren Anlass im ganzen Dorf weibelte. Wir waren gespannt und auch etwas nervös, ob denn das Publikum auch tatsächlich käme. Und es kam. Es kamen viel mehr als wir uns zu träumen wagten. Ein breites Publikum, Jung und Alt, Einheimische und Gäste. Und, zumindest was mir zu Ohren kam, alle waren mehr als zufrieden.
Tatsächlich gab es zahlreiche Höhepunkte. Alle zu erwähnen, reicht der Platz nicht, deshalb hier eine rein subjektive Auswahl: Etwa der Garten des Hauses Hew an der Bahnhofstrasse, gefüllt mit Kunstobjekten der Präkuscha, eine wundervolle Stimmung umrahmt mit toller Live-Musik, kulinarisch verwöhnt vom Hotel Vereina. Oder die faszinierenden Ausführungen betreffend pataphysische Raumfahrt bzw. normative Aequivalenztheorie in der Galerie Tuchamid. Und dann der Schlusspunkt: Der Klosterser Feuerkünstler Joseph Stenz mit seiner Feuershow beim Kulturschuppen (der Schuppen steht übrigens noch). Jeder kam auf seine Rechnung, und es gab unzählige Möglichkeiten für einen Schwatz, eine angeregte Diskussion, zum Essen und zum Trinken (Prättigauer Hochzeitssuppe im Nutlihüschi, Würste und Spiesse von der Jugendband, Kuchen in der Wärchstubä), zum Sehen, Hören und zum Staunen. Die Klosterser waren auf den Beinen bzw. im Shuttle-Bus, der alle Attraktionen abfuhr. Die Veranstaltungsorte sprühten vor Leben.
Ein grosser Dank an das Publikum, Euer Aufmarsch war eindrücklich und hat uns ungemein gefreut. Danke auch den vielen und grosszügigen Sponsoren und danke allen Beteiligten, welche die 1. Kultour-Nacht zu einem Höhepunkt des Sommers 2011 werden liessen.
Übrigens, der Garten des Hauses Hew bleibt noch etwa zwei Wochen zugänglich. Zusätzlich hat die Präkuscha zahlreiche Schaufenster im Zentrum in eine riesige Galerie verwandelt. Auch diese bleibt noch einige Zeit bestehen.
Mit Kultur geht der Sommer weiter: Allen, die die 1. Kultour-Nacht verpassten, seien das Freilichtspiel «Die Siebentel-Bauern» in Serneus, das Davos Festival of young artists mit zwei Konzerten in Klosters und die Klosterser Sommerkonzerte der Kulturgesellschaft empfohlen.»