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| SA 04.09.2010 | ||||||||
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Präsident Frank Kaufmann gibt nicht ohne eine gewisse Genugtuung zu: «Der Immobiliengenossenschaft Konsum Davos geht es finanziell nicht schlecht. Deshalb haben wir anlässlich unserer letzten 109. ordentlichen Generalversammlung beschlossen, alle Aktien von ‹Charly’s› Bäckerei AG zu kaufen.» Verkäuferin ist die Getreidemühle Lietha AG in Grüsch.
Hans Zimmermann
In der Tat ist die Immobiliengenossenschaft in der Lage zu investieren und muss dies gemäss Statuten sogar tun, wenn das nötige finanzielle Fundament vorhanden ist. 53 Genossenschafter haben sich an der Versammlung im Restaurant Dörfji im Dorf beteiligt. 53 von insgesamt 1415. Letztere Zahl mag belegen, wie stark die Immobiliengenossenschaft Konsum Davos in Tat und Wahrheit ist.
Kaufpreis: 700000 Franken
Also: Die Immobiliengenossenschaft Konsum Davos hat von der Lietha Getreidemühle Grüsch AG das gesamte Aktienpaket von «Charly’s» Bäckerei AG erworben. Die Bäckerei selbst, fünf Verkaufsläden sowie das Mehrfamilienhaus «Lutz» an der Promenade (an allerbester Lage) sind damit in den Besitz der Genossenschaft übergegangen. Der Kaufpreis hat 700000 Franken betragen. «Spanische Nüsschen», würde man sagen. Doch Präsident Frank Kaufmann winkt ab: «Das scheint nur auf den ersten Blick billig. Doch passen Sie auf: Mit den Aktien haben wir sowohl die Aktiven wie auch die Passiven von ‹Charly’s› AG übernommen.»
Auflagen der Verkäuferin
Der ausgehandelte Vertrag zwischen der Verkäuferin, der Lietha AG und der Genossenschaft enthält ausdrücklich den Passus, dass die Bäckerei weitergeführt werden müsse. Dass auch alle Arbeitsplätze künftig gesichert seien. Dies war sogar die Grundvoraussetzung für die Vertragsunterzeichnung.
Der Genossenschaft kommt dies laut Kaufmann sehr entgegen: Den Namen «Charly’s» werde man auf jeden Fall beibehalten. Derselbe habe sich in Davos derart gut eingebürgert und sei zu einem derart starken Markenzeichen für Qualitätsartikel geworden, dass man keinesfalls auf ihn verzichten könne. Ausserdem betreibe man ja selbst die Konsumbäckerei an der Talstrasse. Und wenn nun «Charly’s» Bäckerei hinzustosse, so bedeute dies keineswegs, dass sich die beiden Unternehmen konkurrenzieren würden. Im Gegenteil: Das könne nur Synergien schaffen.
Weitere Investitionen
Frank Kaufmann präsidiert die Genossenschaft nun schon seit fünf Jahren. «In dieser Zeit haben wir immer wieder investiert. Am meisten natürlich in den ‹Spar› am Platz, was eine sehr gelungene Sache wurde, aber zuletzt auch ins Restaurant Dörfji im Dorf, wo wir ein ‹Raucherstübli› installiert haben.» Weitere Investitionen würden folgen: Ein Plan für die nächsten sieben Jahre sehe vor, dass man die Talstrasse wieder aufleben lassen wolle. Beginnen werde man mit den Aussenrenovationen am Gebäude der bestehenden Konsumbäckerei und am Geschäftsgebäude Haab.Nicht zuletzt wolle man damit dem Trend entgegenwirken, wonach die Talstrasse an Attraktivität gegenüber der Promenade in den letzten Jahren zunehmend verloren habe. Die Genossenschaft sei in der glücklichen Lage, eben investieren zu können. Schon die Statuten würden dies vorschreiben. Geschäftsgewinne in dem Sinn seien hier gar nicht vorgesehen.