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Karin Schick verabschiedet sich vom Kirchner Museum

07.06.2012 Archiv Davoser Zeitung

Karin Schick verabschiedet sich vom Kirchner Museum

Nach sechs erfolgreichen Jahren als Direktorin des Kirchner Museum Davos übernimmt Karin Schick eine neue Herausforderung als Kuratorin für den Bereich Klassische Moderne an der Hamburger Kunsthalle.

pd/bg | Dr. Karin Schick, die derzeitige Direktorin des Kirchner Museum Davos, wird zum 1. Dezember neue Kuratorin für den Bereich Klassische Moderne an der Hamburger Kunsthalle, einem der bedeutendsten Museen Deutschlands. Karin Schick: «Ich freue mich sehr über die Berufung und auf diese schöne neue Aufgabe.» Prof. Dr. Hubertus Gassner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, ist glücklich über die Neubesetzung und freut sich «auf die künftige Zusammenarbeit mit der erfahrenen Museumsleiterin, die durch originelle und intelligente Ausstellungen von sich reden gemacht hat».
In ihrer sechsjährigen Tätigkeit gelang es Karin Schick, die übernationale Strahlkraft des Kirchner Museums deutlich zu erhöhen. Dies erreichte sie vor allem durch fundierte und innovative Museumsarbeit, besondere Ausstellungen und Projekte sowie einen intensiven Kontakt zu den Besuchern. Kooperationen mit anderen Institutionen ermöglichten dem Kirchner Museum grosse Präsenz im internationalen Rahmen. Mit der Beteiligung des Museums am Forschungsprojekt zu Kirchners Maltechnik zeigte sich auch, wie bedeutsam das Haus als Forschungsstätte für die Kunst der Klassischen Moderne ist.

 

Zahlreiche Ausstellungen
Die Nachfolge von Karin Schick wird in den kommenden Monaten geregelt werden. Karin Schick, geboren 1968 in Laupheim, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Tübingen und Boston. Nach Forschungsaufenthalten in den USA und ihrer Promotion im Jahr 1998 sammelte sie an der Hamburger Kunsthalle als wissenschaftliche Assistentin Erfahrungen. 2003 wurde sie Kuratorin für die Klassische Moderne und das 19. Jahrhundert sowie stellvertretende Direktorin am Kunstmuseum Stuttgart. Seit Juli 2006 ist Karin Schick Direktorin des Kirchner Museum Davos. Hier realisierte sie zahlreiche Ausstellungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts, unter anderem zu Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Sophie Taeuber-Arp, sowie gemeinsam mit der Fundación Mapfre in Madrid die erste Ausstellung zu Kirchner in Spanien. In der vierjährigen Ausstellungsreihe «Im Herzen des Museums» machte sie den Besuchern die originären Aufgaben eines Museums – das Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln – zugänglich.


Dank für Geleistetes
Für Thomas Spielmann, Stiftungsratspräsident der Ernst-Ludwig-Kirchner-Stiftung, kommt die Demission nicht wirklich überraschend: «Wir sind Karin Schick sehr dankbar für das, was sie in ihrer Zeit hier geleistet hat. Doch uns war immer klar, dass früher oder später der Zeitpunkt einer Veränderung kommt. Nun ist es halt etwas früher als antizipiert.» Schick habe dem Museum vor allem kommunikativ sehr viel gebracht und dem Museum sehr viele neue Besucher, vor allem auch eine jüngere Schicht, erschliessen können. Unter ihrer Leitung habe sich das Niveau gehoben. Karin Schick sei die erste Direktorin überhaupt im Kirchner Museum. «Auf ihren Stellenantritt hin und mit ihrer Mitarbeit wurde die Führungsstruktur und das Konzept völlig umgestellt, und wir sind froh, dass sie es so gut umsetzen konnte.»
Die Evaluation der Nachfolge müsse nun sorgfältig angegangen werden und könne bis in den Herbst hinein dauern. «Ich erwarte zahlreiche Bewerbungen», sagt Spielmann. Unter diesen müsse dann die bestmögliche Lösung herausgearbeitet werden.

 

 

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