| MI 19.06.2013 | ||||||||
|
|
|||||||
| MI 19.06.2013 | ||||||||
|
|
|||||||
| DO 20.06.2013 | ||||||||
|
|
|||||||
| DO 20.06.2013 | ||||||||
|
|
|||||||
keine Webcamdaten vorhanden!

Barbara Gassler
Schon die Terminierung des Baugesuchs mit Einsprachefrist über Weihnachten stösst den Eigentümern der Stockwerkeigentümergemeinschaft (StWEg) «Uf’m Büel» sauer auf. «Wenn wir nicht zufälligerweise in diesen Tagen Generalversammlung gehabt hätten, hätten wir gar keine Zeit gehabt, um innerhalb der dreissigtägigen Frist eine gemeinsame Einsprache zum Baugesuch zu formulieren», sagt der Präsident des Beirats, Architekt Rolf Armbruster. Konkret geht es um drei Mehrfamilienhäuser, die auf dem Areal der Feriensiedlung Solaria errichtet werden sollen. Dabei soll das Gebäude der gegenwärtigen Réception abgerissen und an dieser Stelle zwei vierstöckige Baukörper von je 25 Metern Länge und einer Höhe von rund 13 Metern entstehen. Ein weiteres dreistöckiges Haus, knapp 50 Meter lang und etwas über 10 Meter hoch, ist auf gegenwärtig unbebautem, im Sommer als Kinderspiel-, im Winter als Parkplatz dienendem Grund geplant.
Zu wenig Sonne
Speziell auf dieses Objekt konzentriert sich nun der Widerstand der StWEg «Uf’m Büel». «Die Grenzabstände wurden nicht eingehalten, und ein Kinderspielplatz, wie vom Gesetz vorgeschrieben, ist auch nicht geplant», beschwert sich Armbruster. Der Neubau würde ausserdem die gesetzlich vorgeschriebene minimale Sonnenscheindauer in den Gebäuden der StWEg verunmöglichen. Das Davoser Baugesetz schreibt nämlich vor, dass am 21. Dezember des Jahres die Sonne in der Hälfte der Haupträume während mindestens zweier Stunden zu scheinen habe. «Dieses Gebäude ist viel zu schmal und hoch. Ich verstehe nicht, wie man mit Gewalt, und
unter Missachtung der Besonnungs- und Gebäudeab-standsvorschriften, den letzten Millimeter ausnutzen muss», wettert der Vertreter der StWEg.
Den Bedürfnissen anpassen
Für Stephan Huber, Geschäftsführer der Feriensiedlung Solaria, kommen die Vorwürfe überraschend. «Dies ist die Weiterentwicklung der Feriensiedlung Solaria», erklärt er. Schon 2003 sei ein Hotelprojekt angedacht worden, und nun sei man an dessen Weiterentwicklung. «Immerhin wurde die Überbauung um 1970 herum erstellt und muss den sich ändernden Bedürfnissen der Gäste angepasst werden.» Über das Hotelprojekt will er im Moment nur sagen, dass die Planung in den nächsten Monaten vorangetrieben werde. «Beim gegenwärtigen Bauprojekt haben wir mit einem renommierten Architekturbüro zusammengearbeitet. Die Architektur ist von hochstehender Qualität.» Er sei überzeugt, dass ein baufähiges Gesuch eingereicht worden sei. «Das Projekt entspricht in allen Punkten der Baugesetzgebung. Zum Beispiel liegt dem Projekt ein das ganze Areal betreffendes Parkierungskonzept bei.» Genau dem widersprechen die Eigentümer der 52 in der StWEg «Uf’m Büel» zusammengefassten Wohnungen. Sie beanstanden, dass insgesamt zu wenig Parkplätze geplant seien, und dass auf einem der StWEg gehörenden Grundstück ein überdachter Parkplatz geplant sei. Armbruster: «Hier besteht lediglich eine Dienstbarkeit zugunsten der Feriensiedlung Solaria.» In letzter Zeit seien in der
Umgebung doch einige architektonisch gelungene Bauten dazugekommen. Da sei es schade, dass nun wieder eine solch geschmacklose Überbauung geplant sei.
Nicht alleine
Offenbar ist die StWEg «Uf’m Büel» nicht alleine mit ihrer Kritik. Vonseiten der vorwiegend von den beiden Neubauten im Réceptionsbereich betroffenen StWEg Insalvo zumindest ist zu vernehmen, dass auch da eine Einsprache ins Auge gefasst wird. Hauptkritikpunkt ist ebenfalls die mangelnde Sonne.
Hier gelangen Sie zur gesamten "DZ" PDF-Ausgabe:PDF-Ausgabe
Sichern Sie sich hier Ihr Online-Abonnement: Abobestellung