Bikepark für jedermann
04.04.2011
Archiv Davoser Zeitung

Das Projekt «Bikepark Färich» nimmt langsam Formen an. Derzeit liegen die Pläne im Bauamt Davos zur Ansicht auf.
Sie zeigen, wie die einzelnen Strecken dereinst verlaufen sollen. Es wird Abschnitte für Einsteiger, aber auch solche für Fortgeschrittene geben.
Pascal Spalinger
Das Projekt «Outdoor-Center Färich» geht in eine weitere wichtige Phase. Nachdem im letzten Sommer der Seilpark eingeweiht wurde und seither auf reges Interesse stösst, soll nun auf dem gleichen Areal auch noch ein Bikepark eingerichtet werden. Die entsprechenden Unterlagen liegen noch bis am 18. April im Bauamt auf, und ein Gesuch um Rodung eines 1175 Quadratmeter grossen Waldstücks liegt beim Kanton. Durch
eine gezielte Lenkung des Waldbestandes in einen offenen Lärchen- und Fichtenwald mit geschützten Verjüngungsbereichen auf den Abstellflächen des ehemaligen Campingplatzes könne ein ökologischer Mehrwert geschaffen werden, heisst es in den Projektunterlagen. Zudem soll die bereits vorhandene Feuerstelle überdacht werden.
Nicht nur für Mountainbikes
Zielgruppe des Bikeparks Färich sind laut DDO alle Mountainbiker, die Erfahrung im Gelände haben oder auch noch suchen, wobei das fahrerische Können eine Nebenrolle spiele. Die Strecken würden so gestaltet, dass Anfänger und geübte Fahrer Spass haben könnten, erklärte Manuela Gallati auf Anfrage. Die Fahrräder, die benutzt würden, seien im Idealfall Mountainbikes und BMX, jedoch könnten die einzelnen Strecken auch mit normalen, geländetauglichen Velos befahren werden. Um dies zu gewährleisten, würden die Strecken zum Teil miteinander verbunden, um verschiedene Kombinationen zu ermöglichen.
Mehrere Varianten
Aus den Projektplänen geht hervor, dass tatsächlich mehrere Strecken vorgesehen sind. Als Herzstück können eigentlich drei Strecken bezeichnet werden. Da wäre einmal ein Geschicklichkeitstrack, der zum Teil aus verschiedenen Elementen, die im natürlichen Gelände vorgefunden werden, besteht. Einzelne Elemente sollen so in den Parcours eingelegt werden, dass sich daraus ein Übungs- respektive Trainingseffekt ergibt. Von Wurzeln über Mulden bis hin zu einer Treppe treffen die Biker auf alles, was ihr Herz begehrt. Selbst künstlich errichtete Hindernisse bestehen aus natürlichen Materialien wie beispielsweise Lehmerde, Kies, Brechsand oder Holz. Bei der zweiten Strecke handelt es sich um einen sogenannten «Flowtrack», einen Parcours mit relativ wenig Gefälle. Dieser Parcours sei einfach zu bewältigen und für jedermann gedacht, heisst es in den Unterlagen. Für zusätzliche Adrenalinschübe sorgen Steilwandkurven. Wer will, kann zudem von der einfachen auf die schwierigere Strecke wechseln und umgekehrt. Abgerundet wird das Angebot durch eine sogenannte «Dirt Line», die diverse Sprünge enthält. Auch hier ist eine Linie für Einsteiger und eine für Fortgeschrittene vorgesehen. Bis wann das Projekt in die Realität umgesetzt werden kann, hängt einerseits vom Rodungsentscheid des Kantons ab, andererseits auch davon, ob es Einsprachen geben wird.
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