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Das «fünfte Kalb» im Stall der Unternehmung Davos

27.12.2010 Archiv Davoser Zeitung

Das «fünfte Kalb» im Stall der Unternehmung Davos

In Rekordzeit war in diesem Sommer an der Talstrasse der Annexbau zum bereits bestehenden Hotel Ochsen errichtet worden.

 

Und ist allen Zweiflern und Widerständen zum Trotz rechtzeitig fertig geworden, sodass man am vergangenen Freitag zufrieden die Einweihung feiern durfte.

 

Barbara Gassler

 

«Es war nicht einfach», resümierte ein zufriedener Projektleiter Klaus May von der Bauherrin Davos Klosters Mountains (DKM) anlässlich der offiziellen Eröffnung. «Doch am 7. Oktober wurde die letzte Betondecke gemauert, ziemlich genau ein Jahr nach der Erteilung der Baubewilligung, und wir feierten mit den Bauleuten ein frohes Aufrichtefest.» So zuversichtlich war man jedoch nicht immer gewesen. «Das Wetter hat uns bei den Bauarbeiten sehr zu schaffen gemacht. Regen war beim Mauern der Betondecken unser ständiger Begleiter. Zeitweise wurden wir gefragt, ob wir beabsichtigten, ein neues Hallenbad zu bauen», schmunzelte May ob der Erinnerung. Inzwischen ist der Beweis angetreten. Dank einer hervorragenden Teamleistung, wie immer wieder betont wurde, erhebt sich an der Talstrasse mit dem «Ochsen 2» ein Dreisternhotel mit 54 neuen Zimmern. Von allem Anfang an war der Bau als Erweiterung und Ergänzung des 61 Zimmer anbietenden, bestehenden Hotels geplant. «Für die Mahlzeiten wird die Infrastruktur des ‹Ochsen› genutzt.»

 

200 neue Hotelbetten

Die Idee war entstanden, als der damalige Grundeigentümer Roger Kunz vor 16 Monaten an die Davos Klosters Mountains herangetreten sei und man die Möglichkeit eines Hotelneubaus ernsthaft in Erwägung gezogen habe. «Viele haben es eine Kamikaze-Unternehmung genannt, doch ich finde, sie ist geglückt.» Zuversichtlich zeigte sich May auch, dass es den DKM gelingen würde, die über den Sommer geschaffenen insgesamt über 200 neuen Hotelbetten, damit spielte er auch auf die beiden neu erworbenen und zu Gästeunterkünften umfunktionierten Liegenschaften «Tutti» und «Waldschlössli» an, gut auszulasten. Lob für seine Auftraggeber hatte auch der Geschäftsführer der ausführenden Generalunternehmung Baulink AG, Urs Hoffmann. Speziell wies er auf die doch beachtlichen Mehrkosten hin, die die DKM auf sich genommen hätten, um eine zukunftsweisende und moderne Erdsondenheizung einbauen zu lassen.

 

Glück im Stall

Vonseiten der Gemeinde liess sich Landammann Hans Peter Michel vernehmen. In Davos hätte die Kuh gleich fünf Mal gekalbt, benutzte er ein Bild aus der bäuerlichen Welt. «Mit den Hotels und Hotelprojekten Grischa, Hilton, Stilli, der Kongresserweiterung und nun dem Ochsen 2 hatten wir nun vielfach Glück im Stall», blieb er bei der Analogie. Man habe jedoch die Tendenz, sich bei Fünflingen nicht auch fünfach zu freuen, bedauerte er und forderte die Anwesenden auf, genau dies zu tun. «Denn es ist eine tolle Sache für Davos. Speziell weil dieses Hotel sich nun an eine sportliche Kundschaft wendet. Das ist eine gute Ergänzung zu den mehr auf Kongresse ausgerichteten Häusern.» Solchermassen ermuntert machten sich die geladenen Gäste auf, das Hotel und speziell auch die Zimmer zu erkunden. Nicht alle allerdings. Einige blieben den neugierigen Besuchern verschlossen und für die später am Tag anreisenden ersten Gäste unberührt.


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