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«Davos Sounds Good 2008» hat den Härtetest souverän bestanden

14.07.2008 Archiv Davoser Zeitung

Das Organisationskomitee zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Jazztage

 

Etwas mehr als 23000 Zuhörerinnen und Zuhörer haben sich während der sechs Jazztage die insgesamt 77 Konzerte in Davos, Klosters und Wiesen nicht entgehen lassen. Das sind etwa 2000 weniger als letztes Jahr. Dennoch hat das OK um Präsident Marc Demisch allen Grund, zufrieden zu sein. Denn: «Das Wetter ist zwar am Wochenende eingebrochen, die Stimmung nicht», sagt Demisch erfreut.

 

Marlène Clemenz

 

Zwar fiel die beliebte Jazz-Wanderung am Sonntag ins Wasser, und an den Konzerten mussten am Wochenende wetterbedingte Zuschauereinbussen verzeichnet werden. Der Regen und die kühleren Temperaturen taten der ausgelassenen Jazzstimmung allerdings keinen Abbruch. Nicht zuletzt, weil sich das fünfköpfige Organisationskomitee äusserst flexibel zeigte und geschickte Schlechtwetter-Lösungen fand. So wurde etwa das Konzert, das ursprünglich bei der Parsennbahn-Mittelstation hätte stattfinden sollen, kurzerhand in die Eingangshalle der Parsennbahn-Talstation verlegt. «Es ist irrsinnig, dass die tolle Jazzstimmung unter den Wetterkapriolen nicht gelitten hat», zeigt sich Demisch erfreut. «So macht es Spass, dem Regenwetter ein Schnippchen zu schlagen. Und zudem wissen wir jetzt, dass die Parsennbahn-Talstation eine gute Atmosphäre für stimmige Jazzkonzerte bietet.»

 

1100 Zuschauer beim Schluss-bouquet im «Belvédère»
Das OK sei mit den diesjährigen Jazztagen sehr zufrieden, wie der Präsident mitteilt. Klar schmerze es, dass ausgerechnet das Wochenende der Nässe zum Opfer gefallen sei. «Besonders am Sonntag haben wir viele Zuschauer eingebüsst.» Nur schon das Jugendstil-Konzert auf der Schatzalp sei von zirka 2000 Leuten weniger als letztes Jahr besucht gewesen. Beklagen will sich Demisch aber nicht. «Und wenn, dann nur auf sehr hohem Niveau», meint er lachend. Schliesslich zeugte unter anderem der «Final Countdown» im Hotel Belvédère, der mit mehr als 1100 Zuhörerinnen und Zuhörern einen äusserst erfreulichen Publikumsaufmarsch erfuhr, vom Erfolg und der Beliebtheit von «Davos Sounds Good». Und bezüglich der Logiernächte rechnet das OK gar damit, die rund 5800 vom letzten Jahr übertroffen zu haben.

 

Fans wie Künstler begeistert
Die sechs Jazztage sind kaum vorüber, widmet sich das OK bereits der neunten Austragung. «Das Programm fürs nächste Jahr ist schon fast ganz unter Dach und Fach», verrät Demisch. Ein Zeichen, dass nicht nur die Fans, sondern ebenso die internationalen Musiker vom hochstehenden Jazzfestival im Landwassertal begeistert sind. «Mittlerweile müssen wir nicht mehr die Künstler anfragen, sie wenden sich von alleine an uns.»

 

«Wir wollen dem alten, klassischen Jazz treu bleiben»
An den Highlights wie dem Jazz-Train und den Jazz-Wanderungen oder den Konzerten auf der Verkehrsfreien Promenade, dem Seehof-Seeli oder in der Kirche will das OK unbedingt festhalten. «Davos Sounds Good 2009» werde sicher wieder mit neuen speziellen Angeboten aufwarten, spruchreif sei aber noch nichts. Beibehalten werden sollen auch die Konzerte mit moderneren Jazz-Stilrichtungen wie Swing und Blues, die besonders beim jüngeren Publikum Anklang finden. Eine Öffnung des Festivals für experimentellen «Modern Jazz» komme hingegen nicht in Frage. «Diese Art von Jazz spricht eine völlig andere Zielgruppe an, und wir haben uns von Beginn weg auf die Fahne geschrieben, dem alten, klassischen Jazz treu zu bleiben», erklärt der OK-Präsident.
Demisch äussert zudem den Wunsch, dass Klosters, Wiesen und die Seitentäler noch mehr Konzerte zu sich holen und stellt gleichzeitig klar: «Den Namen ‹Davos Sounds Good› werden wir allerdings auf keinen Fall in ‹Davos Klosters Sounds Good› oder dergleichen ändern.»
 

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