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Vor Monatsfrist wurde es vorsichtig angedeutet, nun liegt das Bauprojekt bei der Gemeinde zur Genehmigung auf. Die Rede ist von einem Busparkplatz bei der Alberti, der die durch den Abriss und die Neubebauung des Güterschuppenareals beim Bahnhof Platz verloren gehenden Standplätze ersetzen soll.
Barbara Gassler
Es schien doch erst gestern, als der Bus der Linie 1 am Wendeplatz beim Albertibach sein Ende hatte. Dabei sind es schon bald zwei Jahre her, dass die Linie 1 beim Spital ihren neuen Endpunkt fand, und der Platz ist seither verwaist. Sogar das kleine Wartehäuschen wurde inzwischen entfernt und auf dem Campingplatz beim Rinerhorn wieder aufgestellt. Die Fläche dient gerade noch als Abstellplatz für Vehikel aller Art. Geht es nach den Plänen der Davos Destinations-Organisation (DDO) und Davos Klos-ters Mountains (DKM), soll das Areal demnächst zum Busparkplatz umgewandelt werden und Raum bieten für maximal zehn Busse. Damit soll ein Ersatz geschaffen werden für die spätestens nächstes Jahr am Bahnhof wegfallenden Abstellplätze.
Nur für Tagesgäste
Dazu überträgt die DDO als Grundbesitzerin mit einem bis 2024 abgeschlossenen und zweimal verlängerbaren Dienstbarkeitsvertrag die Nutzungsrechte an DKM. Für die neue Verwendung als Endstation für die Reisecars ist es an diesen, den Platz als Parkplatz herzurichten. Dazu müssen talwärts geringfügige Aufschüttungen vorgenommen und die ganze Fläche plan gemacht werden. Im vorderen Bereich soll der Platz asphaltiert werden, während der hintere Teil unverändert als Schotterfläche erhalten bleibt. Rund 100000 Franken planen DKM am neuen Standort in die Anpassungsarbeiten zu investieren. «Es sind maximal zehn Abstellplätze vorgesehen, die wir voraussichtlich nur selten brauchen werden, denn so viele Busse mit Tagesgästen kommen nur an Spitzentagen zum Jakobshorn. Reisecars, die mehr als einen Tag hier sind, weisen wir ohnehin Plätze bei der Parsennbahn oder beim Rinerhorn zu», erklärt Peter Engler, Logistikleiter der Bergbahnen das geplante Regime. «Wichtig war für uns, dass die Gäste nicht zu weit von der Talstation entfernt aussteigen müssen. Und vom neuen Parkplatz aus kann der Sessellift Carjöl–Fuxägufer bequem zu Fuss erreicht werden.»
Zufahrt zur Schneedeponie bleibt
Genauso wichtig ist allerdings, dass die Nutzung der Schneedeponie am Albertibach weiterhin gewährleistet bleibt und die Schneeräumungsequipen jederzeit unbehinderte Zufahrt haben. Daher werden die Cars nur in einer Reihe am südlichen Ende des Platzes aufgestellt werden, während der Weg zur Kippe frei bleibt. Damit das auch wirklich klappt, wurden sogar detaillierte Studien gemacht, wie die Busse auf den Parkplatz und von dort wieder wegkommen sollen. So weit scheint alles geregelt, DDO und DKM sind sich einig, und das Projekt befindet sich in der Bewilligungsphase. Doch auch wenn diese bald erteilt wird, ist nicht mit einem sofortigen Baubeginn zu rechnen. «Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir schon in diesem Jahr oder erst nächsten Sommer bauen wollen», sagt Engler dazu. «Brauchen werden wir die neuen Abstellflächen erst, wenn am Bahnhof definitiv kein Raum mehr ist.» Sicher ist aber auf jeden Fall, dass die Busse auch weiterhin keine direkte Zufahrt auf den Jakobshornparkplatz erhalten sollen.
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