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Baubeginn frühestens 2012

01.04.2010 Archiv Davoser Zeitung

Mit den Plänen zur Sanierung des Bahnhofs Davos Platz ist man einen Schritt weiter. Läuft nun alles rund, kann im Frühjahr 2012 mit den Bauarbeiten begonnen werden, und mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Franken soll bis Ende 2013 ein rundum erneuerter Bahnhof mit einer Aufwertung des umgebenden Quartiers realisiert werden.

Barbara Gassler

 

Davos Platz sei mit seinen knapp einer Million Reisenden pro Jahr und einem Umsatz von rund 5 Millionen Franken für die RhB ein Top-Bahnhof, sagte der Vorsitzende der RhB-Geschäftsleitung Erwin Rutishauser anlässlich der Vorstellung der Pläne vor dem Grossen Landrat. «Er ist allerdings nicht mehr zeitgemäss, dessen sind wir uns bewusst. Alleine die Unterführungen. Jedes Mal, wenn da jemand mit Skischuhen unterwegs ist, sind wir froh, wenn er heil unten ankommt.» Hier will man nun Abhilfe schaffen und gemäss Rutishauser in Zusammenarbeit mit den Davoser Touristikern Produkte mit Mehrwert generieren. Doch das jetzt beim Bund einzureichende eisenbahntechnische Genehmigungsverfahren soll noch rund ein Jahr beanspruchen, sodass man mit der Ausführung frühestens im Frühjahr 2012 beginnen kann. Konkret ist dann eine Erneuerung der ziemlich in die Jahre gekommenen Gleis- und Perronanlagen geplant. Sie sind technisch veraltet und müssen im Umfang von 33 Millionen Franken saniert werden. Vorgesehen ist ebenfalls eine Sanierung des eigentlichen, unter Denkmalschutz stehenden, Bahnhofsgebäudes für weitere 7 Millionen. Neben diesen Modernisierungsarbeiten ist auch eine einfache, aber entscheidende Verbesserung des Verkehrsflusses geplant. So soll in Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Davos Klosters (DKM) der bestehende Zugang zu den Perrons 3 und 4 verlängert werden und der direkte Weg auf die andere Seite des Bahnhofs ermöglicht werden. An den Kosten für diese Erweiterung sowie der bestehenden Fussgängerunterführung im Umfang von 1,5 Millionen Franken sollen sich RhB, die Bergbahnen und die Gemeinde zu je einem Drittel beteiligen.

 

Gute Nachbarschaft

 

Auch der Neubau, wie im Rahmen der Präsentation des Quartierplans vorgestellt, soll auf dem Areal des heutigen Güterschuppens realisiert werden. Die Detailpläne würden aber erst noch ausgearbeitet, erklärt Räto Schneider von der die Investitionen tätigenden Gesellschaft «Mainstation». Erst wenn diese und auch die Baugenehmigung vorliegen würden, wolle man sich auf die Suche nach Mietern machen. «Bei unserem Vorhaben sind wir abhängig von der RhB und müssen unsere Bautätigkeit auf diese abstimmen.» Auch die Zusammenarbeit mit dem Nachbarn über der Strasse, Maurice Parrée, mit dem fast zeitgleich entstehenden Grandhotel Grischa funktioniert. «Wir haben uns über Grundsätzliches in der Ausarbeitung verständigt, und wenn es sich als sinnvoll erweist, werden wir bei der Nutzung von Grundwasserwärme zur Beheizung zusammenarbeiten.»

 

 

Offene Fragen

 

Noch nicht definitiv geklärt ist der Verbleib der gegenwärtig neben dem Güterschuppen parkierenden Busse. «Eine mögliche Alternative auf dem ehemaligen Wendeplatz beim Alberti ist auf gutem Weg», erklärt DKM-Verwaltungsratspräsident Carlo Schertenleib. Nicht geklärt ist hingegen der Verbleib der Kutscher. Nachdem ein erster Alternativvorschlag am Bahnhofplatz selber aufgrund von Einsprachen bereits scheiterte, wird gegenwärtig ein möglicher Standort am Bolgen geprüft.

 

 

 

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