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Punktlandung mit Extras

10.11.2011 Archiv Davoser Zeitung

Punktlandung mit Extras

37,8 Millionen Franken sollte das neue Kongresszentrum gemäss der Abstimmungsvorlage vom Februar 2009 kosten. Die nun vorliegende Bauabrechnung weist gegenüber dem Voranschlag eine Abweichung von gerade einmal 35 000 Franken aus – i

Barbara Gassler

 

Nachdem das Kongresszentrum vor einem Jahr seiner Bestimmung übergeben wurde, liegt nun auch die definitive Bauabrechnung zu Händen des Grossen Landrates vor. Gemäss diesen Zahlen wurde nicht nur der Neubau innerhalb des gegebenen Budgets erstellt, es konnten sogar noch einige zusätzliche Arbeiten wahrgenommen werden. Projektiert und in einer Bauzeit von nur zwei Jahren im vollen Umfang durchgeführt wurden ein neuer Kongresssaal mit Bühne, sechs kleine Säle, der neue Eingang mit Foyer, verschiedene Büros und Vorbereitungsräume, Haustechnik und Lager sowie die neue Parkierungsfläche mit rund 200 Plätzen. Deren Anzahl hätte sich im ersten Betriebsjahr als genügend erwiesen, heisst es in einem Nebensatz.

 

Zusätzliche Investitionen

Ursprünglich nicht vorgesehen war dabei eine mobile Trennwand im Plenarsaal, die nun aber bei über der Hälfte der Nutzungen aufgestellt wird und in der Abrechnung mit rund 650000 Franken zu Buche schlägt. Weitere gut 720000 Franken wurden für nicht budgetierte Anpassungen der technischen Ausstattung im Bereich der elektronischen Kommunikation aufgewendet. Die Installation einer Brandmeldeanlage in den ehemaligen Zivilschutzräumlichkeiten ermöglicht nun deren Nutzung als Lager. Insgesamt wurden innerhalb des bestehenden Kostenvoranschlags rund 1,6 Millionen Franken zusätzlich investiert. Damit verringert sich der budgetierte Quadratme-terpreis der Kongresserweiterung von 661 auf definitive 647 Franken. Nicht ganz einfach zu bewerkstelligen war der Bau, weil bis gut vier Monate vor Vollendung der Kongressbetrieb aufrechterhalten wurde. Die ganze Durchführung sei nur durch die minutiöse Planung des Bauleiterbüros mit täglichem Bauprogramm möglich gewesen, heisst es denn auch in der Botschaft. Die Erweiterung sei hochkomplex gewesen, und es hätten schlussendlich mit total 15 etwa das Doppelte der normalerweise notwendigen Planer oder Spezialisten beigezogen werden müssen. Während der Bauphase seien rund 60 Unternehmer mit der Umsetzung beschäftigt gewesen.

 

Für den Altbau das Notwendigste

Die Umbauzeit des Altbaus sei jedoch eher knapp bemessen gewesen. Man habe sich da auf das Notwendigste beschränken müssen. Darunter den Ersatz des veralteten Türschliesssys-tems, und alleine für die Erfüllung der feuerpolizeilichen Auflagen seien 280000 Franken aufgewendet worden. Die Gesamtkosten von 2,5 Millionen Franken waren jedoch nicht Teil des Kredites zur Erweiterung des Kongresszentrums, sondern wurden über den laufenden Unterhalt finanziert. Auch hier konnte das Budget mit einer Unterschreitung von knapp 1000 Franken eingehalten werden. Abgeschlossen sind die Arbeiten deswegen nicht. Wegen sich aufdrängenden energeti-scher Sanierungen sei in den nächsten 10 Jahren noch einmal mit Investitionen von rund 15 Millionen Franken zu rechnen, heisst es.


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