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Die Davos Destinations-Organisation (DDO) versucht mit verschiedenen Massnahmen, ein Loch in der Kasse zu verhindern (die «Davoser Zeitung» berichtete in ihrer letzten Ausgabe darüber). Um ihre Wirtschaftlichkeit weiterhin zu sichern, werden auch die Davoser Hotelbetriebe Mittel ergreifen, wie eine Umfrage zeigt. Dabei herrschen verschiedene Strategien vor.
Pascal Spalinger
Die DDO hat unter anderem beschlossen, zumindest vorübergehend die 45-Stunden-Woche einzuführen. Dadurch können Überstunden abgebaut werden. Unter Druck stehen auch die diversen Davoser Hotelbetriebe. Vor allem dann, wenn der von Tourismusexperten angekündigte Rückgang an Logiernächten – man spricht von einem Einbruch von bis zu 20 Prozent – tatsächlich eintreffen sollte. Wie aber soll in Hotels gespart werden, ohne Dienstleistungen abzubauen? Die Hoteliers haben verschiedene Ideen.
Mit dem Stamm arbeiten
Jürg Zürcher von den «Sunstar» Hotels erklärt auf Anfrage, man werde die Wintersaison mit dem Mitarbeiterstamm des Sommers angehen, da die Buchungen zurzeit um 14 Prozent unter dem Vorjahr lägen. Bezüglich Marketingstrategie für den Winter wollte sich Zürcher nicht in die Karten blicken lassen. Immerhin liess er sich entlocken, dass man das Marketingbudget verdoppelt habe. Auf einer ähnlichen Schiene fährt man im Hotel «Grischa», wie Direktor Cyrill Ackermann mitteilt. Das Hotel werde am 1. Dezember seine Tore öffnen, wobei die Prognosen für Dezember und Februar alles andere als schlecht seien. Zudem werde man durch verschiedene Werbemassnahmen die noch ruhigeren Zeiten anzukurbeln versuchen. Es sei aber auch Ziel, die Kosten im Griff zu haben. Erreicht werden soll dies unter anderem durch ein striktes Kostencontrolling beim Einkauf. Ausserdem sollen dadurch die Warenbestände möglichst tief gehalten werden.
Der Chef geht auf Verkaufsreise
Mit drei Mitarbeitern weniger als im Winter 2010/11 auskommen will Marc Demisch, Gastgeber im «Waldhotel Davos». Man rechne für dann mit einem Logiernächterückgang von zehn Prozent oder mehr. Hoffnungen setzt Demisch in vermehrte Werbeaktivitäten im Unterland. Sogar der Chef persönlich wird auf Reisen gehen und versuchen, neue Reisebüros und Tour Operators für das «Waldhotel» zu gewinnen. Dies laut Demisch bereits im Hinblick auf die Sommersaison 2012 respektive Wintersaison 2012/13. Zuletzt habe man einige Renovationsarbeiten in Planung, wobei man das eine oder andere dafür im EU-Raum einkaufen werde. Keinen Sinn macht es laut Demisch aber, Lebensmittel oder Getränke dort einzukaufen. Denn die Zollgebühren würden die wieder aufwiegen, und zudem wäre alles viel komplizierter. Stephan Huber von der Feriensiedlung «Solaria» ist wichtig, dass durch allfällige Massnahmen das Wohl der Gäste nicht beeinträchtigt wird. Trotzdem wurde ein personeller Austritt nicht ersetzt. Dafür werde die Effizienz der Aushilfen erhöht, und die gesamte Kostenstruktur werde auf weitere Einsparmöglichkeiten überprüft. Zudem sei man daran, den Betrieb QIII Iso zertifizieren zu lassen. Zuletzt werde man den Bereich Kommunikation und Online-Marketing verstärken, vor allem auch im Segment «Kundenbeziehung und -rückgewinnung».
Den gesamten Artikel finden Sie unter www.budag.ch als pdf oder in der Davoser Zeitung. Weitere Interessante Artikel:
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