Jahrhunderthochwasser hinter und vor dem «Schloss»
26.08.2010
Archiv Prättigauer Post

Eine Gedenktafel im Felsenbach erinnert an das grosse Hochwasser vom 15. Juni 1010 als das Wasser von Küblis bis Landquart verheerende Schäden anrichtete.
h | Ein solches Ereignis, das hintere Prättigau erreichte es 10 Jahre zuvor und jüngst wieder vor 5 Jahren, geht nie ganz vergessen. Dem Ausstellungsmacher Hansluzi Kessler, Präsident des Heimatmuseums im Rosengarten und Mittelschullehrer in Schiers, ist es gelungen, algte Fotos und Dokumente aufzutreiben, die das damalige Ereignis eindrücklich dokumentieren. Die von Kessler selber gestalteten Tafeln haben als Hintergrund immer die Gedenkinschrift an der Felswand in der Klus. Heutige Generationen kommen diese allerdings kaum mehr zu sehen, seit die Klus sowohl von der Strasse wie von der Eisenbahn in Tunnels durchfahren wird. Nur Wanderer und Velofahrer kommen das mahnmal noch zu shehen, wenn sie die alte Strasse benutzen.
Beim Betrachten dieser Bilder kommt einem unwillkürlich die Aussage alter, erfahrener Leute in den Sinn, wenn sie wussten, dass Feuer durch Wasser gelöscht werden kann, Wasser aber durch nichts aufzuhalten ist.
Interessant sind nebst den Bildern auch Briefe und Tagebucheinträge aus jenen Tagen, die belegen, wie die Talbewohner damals gelitten haben. Nachbarhilfe gabe es auch damals schon, die mithalf, die grösste Not zu lindern.
Die äusserst sehenswerte Ausstellung ist gleichzeitig mit dem Heimatmuseum Prättigau im Kulturhaus Rosengarten in Grüsch geöffnet, d. h. bis zum 17. Oktober und vom 30. Oktober bis 12. Dezember 2010 jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14–17 Uhr. Führungen und Sonderöffnungen sind auf Anfrage hin möglich.
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