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Hans Zimmermann
Die Planung ist bereits recht weit fortgeschritten: Derzeit befindet sich eine Studie der Churer Raumplaner Hartmann & Sauter in der Vernehmlassung bei den direkt betroffenen Anstössern sowie beim Kanton zwecks Mitwirkungsverfahren. Noch in diesem Jahr beabsichtigt der Landammann, das Vorhaben vor den Landrat zu bringen. Das letzte Wort zur Sache werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben: Dann nämlich, wenn sie über das mit dem Projekt verbundene Perimeterverfahren der Bergbahnen abstimmen. In diesem letzteren verpflichten sich die Bergbahnen ihrerseits, etwa die Hälfte der Kosten für das Parkhaus zu bezahlen, anderseits erhielten sie das Recht, einen Teil der bestehenden Parkplätze der Bahnen als Wohnraum zu überbauen.
Autofreies Zentrum
Die von den Planern aber auch vom Landammann und von Carlo Schertenleib bevorzugte Variante sieht rund ums Seehof-Seeli einen autofreien, neuen Dorfplatz mit Begegnungszone vor. Der Individualverkehr würde vom Bahnhof Dorf her über eine verbreiterte Talstrasse geführt und erst südlich des Hotels Parsenn über eine neue Querverbindung wieder in die Promenade einfliessen. Die Zufahrt ins neue Parkhaus (470 Plätze) unter dem Seeli würde von Osten, also von der Talstrasse her erfolgen. Diese Variante sei verkehrstechnisch gut machbar, sei relativ kostengünstig und sei auch in einem zeitlich vernünftigen Rahmen realisierbar, da aufgrund einer sorgfältigen Planung kaum mit einer Flut von Einsprachen gerechnet werden müsse. Eine an sich grosszügigere Variante mit der Querverbindung Talstrasse–Promenade weiter südlich erst über die Dischmastrasse werde aus eben diesen Gründen vermutlich aus den Traktanden fallen. Über die Kosten mochten sich weder der Landammann noch Carlo Schertenleib äussern. Carlo Schertenleib dazu nur diplomatisch: «Man hat ja Erfahrungszahlen darüber, was ein unterirdischer Parkplatz kostet, aber wenn man zu diesem Zeitpunkt eine Zahl sagt, kann man dafür behaftet werden.» Macht nichts: Spätestens dann, wenn die Vorlage «landratsreif» ist, werden auch Zahlen auf dem Tisch liegen.
Was bringts?
Sicher wird das ganze Areal Seehof-Seeli, werden auch die angrenzenden Hotels an Lebensqualität gewinnen. Die Verkehrssituation vor der Parsennbahn wird entscheidend entschärft, und das Dorf kann ein Zentrum erhalten, das diesen Namen verdient. Aber die Studie macht sich auch keine Illusionen darüber, dass das Vorhaben die Verkehrssituation insgesamt auf der Promenade nur unwesentlich beeinflussen oder gar entschärfen würde: Zwar würden insgesamt tatsächlich 275 neue Parkplätze geschaffen, doch die Erfahrung zeige, dass mehr Parkplätze auch mehr Verkehr anlocken würden: Sie rechnet mit einer Steigerung des durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommens von 10500 auf 11500 Fahrzeuge auf der Bahnhofstrasse Dorf Süd. Auf der Promenade Süd ab Hotel Parsenn würde gemäss Studie die Steigerung trotz des Parkhauses noch täglich 600 Fahrzeuge bedeuten, total also 8200. Das sind Durchschnittszahlen übers Jahr gerechnet, doch liessen sorgfältige Verkehrszählungen doch einigermassen stimmige Prognosen zu. Ein Schritt in die richtige Richtung also. Mehr nicht.
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